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6. International Hei(de)land Games 2017

„Eine grandiose Veranstaltung!”

„Wenn dir das Wetter nicht gefällt – warte zehn Minuten!“ Dieses schottische Sprichwort traf bei den 6. Internationalen Hei(de)land Games, die vom 2. bis 4. Juni im Hermannsburger Örztepark stattfanden, voll und ganz zu. Auch wenn es in der Nacht und am Vormittag noch kräftig geregnet hatte, pünktlich zu Beginn der Spiele klarte es an beiden Wettkampftagen auf und der Wettergott verwöhnte die Teilnehmer mit Wärme und Sonnenschein.

Lediglich der gut besuchte Umzug durch Hermannsburg am Samstagvormittag hatte etwas unter Regen zu leiden, was der guten Stimmung bei der „Owl Town Pipe & Drum Band“ (Peine) und allen Teilnehmern jedoch keinen Abbruch tat. Angeführt von Billy Jordan, einem weltbekannten Highland Drum Major aus Schottland, war der musikalische Umzug durch den Ort auch in diesem Jahr eine Augen- und Ohrenweide.

Der sportliche Wettkampf verlangte den Teilnehmern am Samstag und Sonntag einiges an Kraft, Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Teamgeist ab. Insgesamt mussten elf Disziplinen absolviert werden. Ob „Slalom Race“, „Barrel Rolls“, „Throwing the Horse Shoe“, „Sheaf Toss“ oder „Putting the Stone“ – um nur einige zu nennen-, alle Mannschaften gaben ihr Bestes und holten bis zur letzten Energiereserve alles aus sich heraus.

Vor allem die neue Disziplin „Nessie Rafting“, bei der pro Team je vier Teilnehmer auf einem Floß eine bestimmte Distanz auf einem Teich auf Zeit zurücklegen mussten, sowie das Tauziehen und das klassische „Tossing the Caber“, der schottische Baumstammüberschlag, rissen das Publikum mit. Zwei Damen- und 14 Herrenteams stellten sich all diesen Herausforderungen und meisterten sie bravourös.


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Bei den Damen gewann am Ende das Team „Moto Moto“ aus Hermannsburg vor den „Goten Girls – by Goten Clan“ aus Hamburg. Die Herrenwertung konnte zum wiederholten Mal das Team „Walhalla Warriors“ aus Meißendorf vor dem Team „Mac Coq“ aus Frankreich für sich entscheiden. Dritter Sieger wurden die „Unicorns of Death“ aus Hildesheim.

Die Games wurde an beiden Tagen durch ein hervorragendes Rahmen- und Bühnenprogramm abgerundet. Ob Zaubershow, Dudelsackmusik, keltischer Tanz, Dog Frisbee, Ponyreiten, Schau-Entenhüten oder ein zum Schlendern einladender Bunter Markt, auf dem man von Haggis über Trinkhorn bis hin zum schottischen Komplettoutfit mit Kilt und Sporran alles erwerben konnte – für jeden Zuschauer war etwas dabei.

Auch die Kleinsten kamen nicht zu kurz. Kinderspiele, Pony reiten und eine Strohburg wurden begeistert angenommen. Der singende Märchenerzähler „Seanachie“ und der Scottish Folk Sänger und Publikumsliebling „Andrew Gordon“ sorgten für musikalische Abwechslung. Zudem informierte das 2017 erstmals vor Ort präsente „Clan-Village“ über Geschichte und Besonderheiten von drei schottischen Clans. Schottische & Irische Biere, Whisky in Hülle und Fülle, Cider, ein fabelhafter Weinstand, Schwein am Spieß, Fish & Ships und ein vegetarisch/veganes Angebot garantierten, dass wirklich niemand hungrig oder durstig nach Hause gehen musste.

Was wären die Hei(de)land Games ohne das Celtic Folk Festival? Insgesamt fünf Bands heizten den Zuschauern an beiden Abenden ordentlich ein. Am Freitag unterhielten „Andrew Gordon“ und „The Keltics“ das Publikum und am Samstag legten „Cantilena“, „Náe Borrá“ und die schottische Band „Skipinnish“ nach. Bei „Náe Borrá“ und „Skipinnish“ war die Begeisterung der Menschenmenge besonders groß, was sich auch in den stärkeren Zuschauerzahlen widerspiegelte.

Insgesamt lässt sich sagen, dass sowohl die geänderte Struktur der Eintrittspreise, als auch das Konzept, den bisherigen Festwirt durch andere Anbieter zu ersetzen, den Nerv der Zuschauer getroffen haben. Aus ganz Deutschland und noch von viel weiter her sind Menschen in die Südheide gereist, um dabei zu sein. Vor allem der Sonntag war sehr gut besucht. Leider war das einheimische Publikum auch in diesem Jahr deutlich in der Unterzahl. Sollten die Hei(de)land Games ein weiteres Mal stattfinden, würden sich die Veranstalter über mehr Zulauf aus Hermannsburg und der Gemeinde Südheide freuen.

Ergebnisse der Hei(de)land Games 2017 als PDF


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